Wer hat das meiste Glück in der Bundesliga?

Fast so lange wie es die Bundesliga gibt, existiert der Mythos vom Bayern Dusel. Diese geheime Kraft, die die Spiele am Ende vermeintlich immer für den Rekordmeister ausgehen lassen. Auch anderen Vereinen wird mitunter unterstellt, mit mehr Glück als Können ins Stadion einzulaufen. Sportwetten.de zeigt euch den Stand nach dem 7. Spieltag.

Unsere Experten von read the game haben sich dem Thema einmal genauer gewidmet und die laufende Saison analysiert. Bei wem traf der Gegner alles, aber nie das Tor? Wer vollbrachte jedoch selbst kontinuierlich das Kunststück, den Ball vom Gegner zugestolpert zu bekommen, um es über den Umweg Latte und Hinterkopf des Torhüters klingeln zu lassen? Diese Glücksbilanz zeigt es.

 

Glückstabelle

 

Glücksdorf Hoffenheim

Vom Lob für den beachtlichen Champions League Auftritt gegen Manchester City können sich die Hoffenheimer leider nichts kaufen. Und in der Bundesliga läuft es noch schlechter. Der Saisonstart ist mehr ab als auf. Dabei ist die TSG 1899 Hoffenheimer sogar vom Glück verfolgt. Denn ganze 12 Großchancen ließen die Gegner der Kraichgauer seit Saisonbeginn bereits liegen. Kurz: Wenn der Gegner öfter getroffen hätte, könnte Nagelsmann wohl bereits entspannt die gesamte Woche über auf Wohnungssuche in Leipzig gehen. Pech gesellte sich hingegen in der eigenen Offensive hinzu: Fünf Mal traf der TSG-Angriff bereits Alu. Nur RB Leipzig traf noch öfter das Torgestänge (6). N

 

Hannover auswärts mit Glück 

Eine überschaubare Bilanz nach sieben Spieltagen hat man auch in Hannover vorzuweisen. Dabei hatte doch ihr Präsident beim Blick in die Glaskugel alles ganz anders gesehen. Aber es kam alles anders. Statt auswärts zu punkten, mussten die Niedersachsen sogar dankbar sein, dass man nicht wie die Nürnberger reihenweise Packungen einheimst. Seit Saisonbeginn haben ihre Gegner in Auswärtsspielen allein acht Großchancen ausgelassen. Zudem traf der Gegner zweimal Alu. Hannover selbst traf einmal Alu und ein Tor mit Zufallsfaktor.

FC Bayern München – überall nur Mittelmaß

Bayern-Dusel hat der Rekordmeister aktuell nun wirklich nicht. Und somit landet man auch in der aktuellen Glückstabelle nur im Mittelfeld. Zweimal hatten die Bayern Glück, dass der Gegner eine Großchance ausließ. Gleichfalls traf man aber selbst zweimal das Alu.

BVB und RBL haben die meisten Zufallstreffer

Das neuformierte Borussia Dortmund hat nach einem furiosem 4:3 gegen Augsburg die Tabellenführung verteidigt. Mit verantwortlich für den Erfolg ist nicht nur die neue Taktik von Trainer Favre, sondern auch der Faktor Glück. Zusammen mit RB Leipzig hat der BVB die meisten Tore mit Zufallsfaktor bisher erzielt (8). Die meisten Gegentore mit Zufallsfaktor weist Borussia Dortmund im übrigen auch auf (7). Dicht gefolgt von Augsburg (6) und Leipzig (5) Zudem ließen die Gegner des BVBs zwei Großchancen aus. Allerdings musste Dortmund auch schon zwei Gegentore mit Zufallsfaktor hinnehmen.

Nürnberg: Die Schießbude der Liga und Glück dabei

Die Nürnberger müssen aktuell eine Menge einstecken. Auf ein 7:0 in Dortmund folgte rasch der nächste Nackenschlag in Leipzig. Die Sachsen schenkten den Franken sechs Tore ein. Es hätten aber auch noch mehr sein können. Ingesamt ließen die Gegner der Nürnberger bereits sechs Großchancen aus, zweimal trafen sie nur Alu und zudem kassierte man vier Gegentore mit Zufallsfaktor. Der Club selbst traf bereits dreimal das Alu. Macht unter dem Strich den Titel als Pechvogel der Nation in der Glückstabelle.

 

Wie setzt sich die Glückstabelle zusammen?

Anhand definierter Spielevents wird gezählt, wie oft ein Team in den Spielen Glück hatte oder eben nicht. Die Gesamtzahl dieser Events sind die Glückspunkte. Ein Team hat beispielsweise in der Defensive einen Glückspunkt verbucht, wenn der Gegner eine Großchance nicht nutzen konnte und/oder den Pfosten traf. „Pech“ und somit einen Punkt Abzug erhält ein Team, wenn der Gegner ein Tor erzielt, bei dem der Zufall (abgefälscht, Abpraller, Aluminium, Ball vom Gegner, Distanzschuss, Torwart) mitwirkt. Genauso gibt es in der Offensive Punkte für Tore mit Zufallsfaktor und Abzüge bei Pfostentreffern. Das hat jedoch nichts mit den erzielten Punkten in der realen Bundesligatabelle zu tun.