Top 32: Die Europa League KO-Runde beginnt!


Neben der Champions League geht auch die Europa League in ihre entscheidende Phase. Sportwetten.de wirft einen Blick auf die Runde der letzten 32 Teams im Wettbewerb.

Anstoss: Donnerstag: 18:55 Uhr MEZ

Rapid Wien – Inter Mailand

Gegen Inter Mailand tritt man auch nicht aller Tage an – schon gar nicht, wenn man bei Rapid Wien kickt. Für einige Kicker des Tabellenachten aus Österreich steigt am Donnerstag demnach das Hinspiel ihres Lebens. Positiv für den Underdog: Inter ist aktuell in einem Tief. Zwar konnte man die letzte Partie in der Serie A gewinnen, davor verloren die Mailänder aber auch drei Partien. Gelingt Wien also vor den heimischen Fans ein Führungstreffer (1. Tor Wien: 3,13), könnte eine Sensation in der Luft liegen.

Slavia Praha – Genk

Das Duell der Favoritenzwerge aus Tschechien und Belgien könnte ein Highlight in der Runde der letzten 32 werden. Die Tabellenführer ihrer Länder trumpfen mit stabilen Abwehrreihen auf, aber vor allem mit treffsicheren Offensivreihen. Sorgt bei Genk Mbwana Samatta (19 Tore) direkt im Angriff für die größte Gefahr, kickt Prags Torgarant eine Reihe weiter hinten. Miroslav Stoch kommt bisher auf 11 Saisontreffer. In Anbetracht der Heim- bzw- Auswärtsstärke beider Teams läuft alles auf ein torreiches Unentschieden hinaus (Mehr als 2,5 Tore 1,94). Die Fans wirds freuen.

Krasnodar – Bayer Leverkusen

Gegen niemand geringeren als den Tabellenführer aus Russland darf Bayer 04 Leverkusen (Sieg B04 2,14) in der Runde der letzten 32 in der Europa League antreten. Positiv für die Werkself: Die Russen haben seit Dezember 2018 kein offizielles Spiel mehr bestritten und selbst rollt man gerade die Bundesliga im Bosz-Modus auf. Drei Spiele, elf Tore – darunter ein 3:1 gegen den FC Bayern München. Wenn Anführer Kai Havertz (22 Torbeteiligungen) und Co. nur annähernd an das Leistungsniveau der Bundesligapartien herankommen, könnte es dieses Jahr mehr werden als nur das Achtelfinale.

Stades Rennes – Real Betis

Mittelklasse-Duell in der Europa League. Der Tabellenachte aus Frankreich (2,83) empfängt den Sechsten aus Spanien. Und die Franzosen sind leicht favorisiert. In den letzten fünf Partien gewann Rennes vier Partien, darunter ein Pokal-Coup gegen Frankreichs Überraschungsmannschaft OSC Lille. Toptorjäger ist Ismaila Sarr. Real Betis pendelt zwischen den Extremen – erst besiegt man Atletico Madrid mit 1:0, danach folgt auswärts eine Pleite gegen Leganes. Die letzten fünf Auswärtsspiele konnten die Spanier nicht gewinnen, in Rennes sieht es daher nicht nach einem Sieg aus.

Olympiakos Piräus – Dynamo Kiew

Duell der Traditionsclubs aus Griechenland und der Ukraine! Aktuell rangiert sowohl Olympiakos Piräus (1,95) als auch Dynamo Kiew (4,21) auf Rang zwei in ihrer Tabelle. Spannend wird es, welcher Abwehrriegel vom guten Angriff der Gegner zuerst geknackt wird. Die Ukrainer kassierten erst neun Gegentore, Piräus erst zwölf. Hauptaugenmerk liegt in der Offensive bei den Griechen auf Fortounis (7 Tore) und bei den Ukrainern auf Tsygankov (9 Tore). Piräus hat den Vorteil, dass sie zuletzt fünf Mal in Folge daheim siegreich waren, während Kiew seit Dezember letzten Jahres auf ein Pflichtspiel wartet.

Lazio Rom – Sevilla

Das Duell klingt nach altem Fußballadel! Lazio Rom (2,34) empfängt in der Runde der letzten 32 den FC Sevilla (3,13). Auch wenn die Italiener um ihren Star Ciro Immobile (11 Tore) nur Siebenter in der Tabelle sind, die Form zeigt klar bergauf. Die letzten drei Partien gewann man, darunter ein spektakuläres 4:3 gegen Inter Mailand. Derweil ist Sevilla in der Mini-Krise. Im Pokal setzte es  eine herbe 6:1 Packung in Barcelona, danach folgten eine Pleite und ein Unentschieden in der Liga. Und auch insgesamt verlor man vier der letzten fünf Auswärtsspiele. Vorteil für die Römer?

BATE Borisov – Arsenal London

Das schreit nach einer Stolperfalle für den englischen Top-Club. Zumal Arsenal London gerade auf Achterbahnfahrt durch die Premier League ist. Auf einen Sieg folgte in den letzten fünf Partien fast zwangsläufig eine Niederlage. Somit kommt man auch von Platz fünf nicht vorwärts. Sieht alles nach einem schmeichelhaften Unentschieden für Aubameyang und Co. auf fremden Terrain aus. (Unentschieden 4,62). Für “Retro-Fans”: Beim Gegner steht Ex-Gunner Alexander Hleb unter Vertrag. Mit 37 Jahren im Herbst seiner Karriere, aber vielleicht nochmal für einen genialen Pass zu haben. Mit 37 Gegentoren allein in der Liga die Londoner Abwehr alles andere als sattelfest.

Galatasaray Istanbul – Benfica Lissabon

Die Abwehr von Galatasaray sollte gewarnt sein: Im letzten Ligaspiel deklassierte Benfica seinen Gegner mit 10:0 (Sieg Benfica 2,63) . Und auch sonst präsentiert sich Lissabon in Form: Die letzten fünf Spiele gewannen die Portugiesen allesamt. Aber auch die Istanbuler haben einen Lauf. Seit fünf Spielen ist man ungeschlagen, darunter vier Siege. Da beide Teams auf Angriff gepolt sind, wird es spannend, ob Henry Onyekuru (Istanbul / 10 Treffer) oder Benficas Pizzi (8 Tore) ihre Klasse werden ausspielen können.

Anstoss: 21:00 Uhr MEZ

Viktoria Pilsen – Dinamo Zagreb

Nach respektablen Leistungen in der Champions League steigen die Tschechen in die Europa League ein. Im Osteuropa-Duell gegen Dinamo Zagreb dürfte es heiß, aber nicht zwingend torreich zugehen. Sowohl Pilsen (16 Gegentore) als auch Zagreb (11 Gegentore) präsentieren sich in der Liga überaus abwehrstark. (Under 2,5 Tore 1,74). Es kündigt sich demnach eine Abwehrschlacht an, die im Rückspiel wohlmöglich bis in die Verlängerung führt. In Form sind beide Teams allemal – seit fünf Spielen sind sowohl die Tschechen als auch die Kroaten ungeschlagen.

Club Brugge – Salzburg

Ein kleines Schmankerl könnte das Duell Brügge gegen Salzburg werden. Beide Teams suchen ihr Heil in der Offensive. Der Vorteil für das belgische Top-Team ist jedoch, dass man im vollen Ligabetrieb ist, während Salzburg seit Dezember letzten Jahres kein Pflichtspiel mehr hatte. Ob das Toptorjäger Dabbur (9 Tore) bremst oder eher Brügges Wesley (9 Tore) auftrumpft, werden die Fans am Abend erleben. (Over 2,5 Tore 1,84)

Zürich – Neapel

Mit Carlo Ancelotti als Trainer will Neapel Titel einfahren. Da in der Liga Juventus Turin nicht zu überholen ist, läuft also alles auf die Europa League hinaus. Problem: Neapel ist gerade auf Schlingerkurs. Zwar blieb man die letzten fünf Spiele ungeschlagen, darunter aber auch nur zwei Siege. Allerdings sind die Schweizer noch schlechter drauf. (Sieg Neapel 1,43) Lediglich ein Sieg gelang in den letzten fünf Pflichtspielen. Ob Neapels Torjäger Mertens (8 Tore) den Sack schon im Hinspiel zumachen kann?

Malmö – Chelsea

Dass für Chelsea in dieser Saison in der Premier League nichts zu holen ist, dürfte nach der 0:6 Packung in Manchester nun auch dem letzten klar geworden sein. Daher richtet sich der Fokus von Eden Hazard (12 Tore) und Co. voll auf die Europa League. Da wartet mit Malmö ein erstklassiger Stolperstein, der allerdings seit Dezember 2018 kein Spiel mehr bestritten hat. Schießt sich Chelsea also gleich im Hinspiel den Frust von der Seele?
(Mehr als 3,5 Tore: 2,7)

Schachtar Donezk – Eintracht Frankfurt

Wie weit geht die Reise der Eintracht dieses Jahr in Europa? Für viele Experten überstand Frankfurt überraschend souverän die Gruppenphase und gegen Champions League Absteiger Donezk soll noch lange nicht Schluss sein. (Sieg SGE 3,1). Zwar sind die Ukrainer Tabellenführer und haben mit Moraes (14 Tore) in alter Tradition einen brasilianischen Top-Angreifer in ihren Reihen. Dafür verfügt die Eintracht jedoch mit Haller (22 Torbeteiligungen), Jovic (17) und Rebic (12) über eines der heißesten Angriffstrios Europas.

Celtic Glasgow – Valencia

Schottlands Tabellenführer ist in Form. Die letzten fünf Partien gewann man allesamt während Gegner Valencia zuletzt nur dreimal Unentschieden spielte. Schießt Celtic in der Liga alles kurz und klein, läuft bei Valencia eher das Sparprogramm in dieser Saison – 24 Tore nach 24 Spieltagen. Da beide Teams jedoch defensiv überaus stabil stehen, ist auch in der Runde der letzten 32 in der Europa League nicht zwingend ein Torfestival zu erwarten (Under 2,5 Tore: 1,8). Was keine Premiere wäre: Celtic und Valencia standen sich nämlich schon einmal gegenüber. In der Saison 2001/02 in der dritten Runde des damaligen UEFA-Pokals siegten die Spanier erst im Elfmeterschießen.

Sporting Lissabon – Villarreal

Mit Villarreal hat Lissabon einen klangvollen Namen als Gegner bekommen. Allerdings befinden sich die “gelben U-Boote” in der Krise. In der Tabelle rangieren die Spanier nur auf Platz 14, keines der letzten fünf Spiele konnte gewonnen werden. Anders bei Lissabon. (Sieg Sporting: 2,3). In der Liga auf Platz vier positioniert und lediglich eins der letzten fünf Spiele ging verloren. Mit Bruno Fernandes haben die Portugiesen auch einen richtigen Top-Scorer im Kader (10 Tore, 5 Assists). Bei Villareal sticht bereits der lange verletzte Santi Carzola mit lediglich drei Treffern und vier Assists als bester Mann hervor.