No Messi, more party?


Deutschland vs. Argentinien

Am Mittwoch kommt es zum echten Klassiker unter den Länderspielen. Deutschland (1,78) empfängt Argentinien (3,98). Die Gesamtbilanz spricht für die Südamerikaner (10 Siege, vier Unentschieden, 8 Siege DFB), die Bilanz gewonnener Weltmeisterschaft-Finals jedoch für Deutschland (2:1). Klare Nummer also für die Gauchos? Erst Recht, wenn man sieht, dass sieben der argentinischen Erfolge auf deutschem Boden stattfanden.

Was Euch erwartet?

Ein Schaulaufen der zweiten Reihe! Bei Deutschland fehlen mit Kroos, Hector und Ginter gleich drei Spieler, die aktuell zum Stammelf bei Bundestrainer Jogi Löw gehören. Statt zu jammern, weil er mehr Ausfälle am Montag zu beklagen hat als ein Rektor einer Hauptschule, nominiert er den Schalker Suad Serdar nach! Der Mittelfeldspieler bringt es diese Saison bereits auf drei Treffer in fünf Einsätzen in der Bundesliga. Derweil setzen bei Argentinien gleich drei Superstars aus: Messi fehlt gesperrt, Agüero und di Maria wurden nicht nominiert.

Zwischen Nullnummer und Budenzauber

So richtig einzuschätzen ist das Leistungsvermögen beider Mannschaften dieser Tage nicht. Die deutsche Nationalmannschaft gewann zwar zuletzt in Nordirland. Überzeugend war der Auftritt jedoch nicht. Zudem setzte es die Partie zuvor eine schmerzhafte 2:4-Niederlage gegen die Niederlande. Argentinien spielte sich derweil gegen Mexiko mit einem 4:0 den letzten Frust von der Seele nachdem man die Copa America nur auf Platz drei beendete. Auffällig bei Argentinien: In den letzten drei Partien erzielten die Südamerikaner sechs Tore – allesamt vor der Pause (trifft 1. HZ: 2,52). Deutschland kam gegen Nordirland erst nach der Pause zum Erfolg, gegen die Niederlande ging man zwar früh in Führung, aber traf dann auch erst wieder nach der Pause.

Auf wen kommt es an?

Argentinien kommt ohne die großen Namen der vergangenen Jahre, hat dafür aber trotzdem Superstars wie Paulo Dybala im Gepäck. Zudem ist auch Lautaro Martinez, Hattrick-Schütze aus dem Mexiko-Spiel, an Bord. Der Stürmer von Inter Mailand traf in der Serie A in sieben Partien bereits zwei Mal. Aus der 1. und 2. Bundesliga stehen darüberhinaus Lucas Alario (Leverkusen), Nicolas Gonzalez (Stuttgart) und Leonardo Balerdi (Dortmund) im Kader. Derweil könnte auf deutsche Seite vor allem Luca Waldschmidt herausstechen: Der bisherige U21-Knipser traf in dieser Saison bereits vier Mal in der Bundesliga, zuletzt zwei Mal in Folge.

Ausblick

Die Partie Deutschland gegen Argentinien verspricht ein torreicher Kick zu werden (Mehr als 3,5 Tore: 2,87). Zwar fehlen die Superstars, um so mehr wollen sich aber die Stellvertreter präsentieren. Insbesondere das torgefährliche Mittelfeld Deutschlands könnte für glanzvolle Momente am Mittwoch sorgen. Auch um sich Selbstvertrauen für die darauffolgende Partie in der EM-Qualifikation gegen Estland zu sammeln.