Leverkusen besiegt Frankfurt: Knock-Out in der zweiten Hälfte (B04 vs. SGE)

30. Spieltag Nachbericht

Bayer Leverkusen ist in Top-Form und schießt im Kampf um die Champions League Qualifikation den zweiten Konkurrenten vom Platz. Wie eine Woche zuvor in Leipzig siegt die Werkself auch gegen Eintracht Frankfurt mit 4:1. 

Um die Leverkusener Tormaschine zumindest bremsen zu können, störte Eintracht Frankfurt bereits in den Anfangsminuten das Aufbauspiel der Werkself früh. Nach Ballgewinnen versuchten die Kicker aus der Main-Metropole zudem das eigene gefährliche Umschaltspiel anzufahren. 

Klappte nicht ganz so perfekt wie bei der Werkself, führte aber dazu, dass Frankfurts rechter Flügelexpress da Costa und Wolf am Ende an 42 % aller Torschüsse beteiligt war. Mit 57 % war seitens der Eintracht nur noch der Torschütze der Eintracht besser: Marco Fabián. Der erste Lebenszeichen der Leverkusener setzte Volland ab. Der Stürmer konnte Hradecky jedoch nicht überwinden (13.). Dafür saß der zweite Versuch um so besser.

Bayers Umschaltfalle schlägt zu

Ein Klärungsversuch von Hasebe lief in etwa so optimal wie die Kommunikation des Kovac Wechsels nach München. Leverkusens Eigengewächs Havertz nahm das Geschenk dankend an und bediente Brandt mit seinem 8. Assist in dieser Saison. Der Nationalspieler köpfte auf höhe des kurzen Pfostens den Ball zur Führung ins Tor (20.).

Frankfurt zeigte sich durch den Rückstand wenig beeindruckt und konterte schneller als ihre Edelfans Celo & Abdi in Battle-Rap-Contests. Durch Wolf, Eintrachts Metronom auf zwei Beinen, eroberten die Frankfurter nur Minuten später den Ball im Mittelfeld. Einem Doppelpass mit Boateng folgte die Torvorlage auf Fabián. Der Brasilianer überwand schlussendlich Leno im rechten Toreck (23.). Ein weiterer Torschuss von Brandt verfehlte zehn Minuten später jedoch sein Ziel knapp (34.).

Champions League-Träume auf Eis gelegt

Ein bereits bekannter Taktik-Kniff der Leverkusener sollte auch gegen Frankfurt seine Wirkung entfalten. Zur zweiten Spielhälfte ließ Heiko Herrlich Leon Bailey auf dem rechten Flügel auflaufen. Dass er von dort besser schießen kann, bewies der Jamaikaner in der 52. Minute mit einem Distanzschuss an die Querlatte. 

Zwanzig Minuten später begann die große Volland-Show. Erst bediente Havertz den Stürmer zum 2:1 (71.). Danach leitete Brandt, mit 67 % Torschussbeteiligungen erneut die Schaltzentrale der Werkself, die Vorentscheidung ein. Sein Pass fand Bellarabi und der legte Volland den 2. Treffer auf (76.). Den Hattrick perfekt machte der Nationalspieler nach einer erneuten Vorlage von Bellarabi. Frankfurts Fazit nach dem Wochenende ist ernüchternd: Spiel, Trainer sowie die Hoffnung auf die Champions League verloren.

Ausblick

Unter der Woche wollen beide Teams die Sensation perfekt machen und ins DFB-Pokal-Finale einziehen. Am Wochenende lässt der Ligaalltag Leverkusen direkt zum nächsten Top-Spiel nach Dortmund weiterziehen. Mit einem Sieg (3,35) könnte die Werkself am BVB in der Tabelle vorbeiziehen. Derweil empfängt Frankfurt die alte Dame aus Berlin und will mit einem Sieg dran bleiben.