Hinrunden Analyse Fussball Bundesliga

Tore, Thriller, Talfahrten: Wie lief die Bundesligasaison bisher?

Eine Hinrunde wie ein Silvester-Abend: Es wird aus allen Rohren geballert und gefeuert, was das Zeug hält. Danach fragt man sich zu Recht, was hat mir das alles gebracht? Sportwetten.de wirft mit freundlicher Unterstützung vom Institut für Spielanalyse einen Blick auf die Hinrunde der Fussball Bundesliga Saison 2017/18 und sucht nach Mustern des Erfolgs. Die Spielanalysten begeben sich ebenfalls mit Beginn der Rückrunde auf den Weg, das Fußballgeschehen innovativ zu beleuchten. Dafür setzen sie auf die sogenannte Episodenanalyse. Kurz gesagt: Statt wie bisher Statistiken einfach zu summieren und als Tabelle auszuwerfen, bringt das Projekt read the game mit der Episodenanalyse einen Sinnzusammenhang in die Leistung der Spieler auf dem Platz. Daraus lassen sich tiefere Erkenntnisse über das Spiel gewinnen und somit der Spaß am Fußballschauen steigern. 

 

Gebt uns mehr davon: Tore, Tore, Tore! 

Allein der 17. Spieltag hatte es in sich: Hannover 96 gegen Bayer 04 Leverkusen 4:4, FC Augsburg gegen SC Freiburg 3:3, RB Leipzig gegen Hertha BSC 2:3. Da ging der erste Saisonsieg des 1. FC Kölns mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg in dieser Torflut glatt unter.

Zusammen haben es die 18 Vereine der Bundesliga an den ersten 17 Spieltagen der Saison auf 424 Tore gebracht 16 Treffer mehr als in der Vorsaison. Das hat nicht nur für mehr Jubel auf den Rängen gesorgt, sondern auch den Torschnitt angehoben. In der Saison 2017/18 liegt er zur Winterpause bei 2,77 Toren pro Spiel im Vorjahr lag er bei 2,67. Nicht nur ins gegnerische Tor trafen die Kicker, auch 9 Eigentore wurden erzielt. Drei mehr als am 17. Spieltag in der Saison 2016/17.

Die Tormaschinen der diesjährigen Saison sind zu zwei Dritteln keine Überraschungen: Dortmund hat bereits 39 Treffer auf dem Konto, der FC Bayern München 37 und Leverkusen ist mit 34 auf dem Weg zu alter Stärke. Ähnlich erfolgreich und elegant wie Uli Potofski bei Lets Dance haben sich der VfB Stuttgart, Werder Bremen und der 1. FC Köln vor dem gegnerischen Tor angestellt. Stuttgart und Bremen haben bisher erst 13 Tore erzielt, Köln gelang noch weniger. Lediglich 10 Buden stehen in der Statistik.

Bei den Gegentoren sind sich Werder Bremen und der FC Bayern München in der Top 3 deutlich näher. Der Rekordmeister hat erst 11 Gegentreffer kassiert, Eintracht Frankfurt 18 und eben jene Bremer 20 Stück. Köln ist auch gern doppelt vertreten in der Hall of Shame und weist auch die meisten Gegentore der Hinrunde auf: 32. Der SC Freiburg ist ungleich schlechter mit 31 Einschlägen im eigenen Kasten. Den dritten Rang teilen sich Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 mit jeweils 28 Gegentoren.

 

Wann werden die Tore in der Bundesliga geschossen?

Interessant für jeden Fan: In der Hinrunde der aktuellen Saison brandete im Zeitraum von der 21. bis zur 25. Minute der meiste Torjubel auf. Insgesamt 31 Tore fielen in diesen Minuten der ersten Halbzeit. Dabei ist die zweite Hälfte die deutlich torreichere. Von insgesamt 424 Treffern fielen 238 Stück und damit 56 Prozent der Tore erst nach dem Wiederanpfiff. In der berühmten letzten Viertelstunde wurde der Ball 90 Mal eingeschweißt rund 1/5 aller Tore ein leicht rückläufiger Trend zur Vorsaison (25% aller Tore).

Agent 1:0 mit der Lizenz zum Führungstor

Die Hälfte der Magie eines Fußballspiels liegt darin, auf das erste Tor hin zu fiebern. Ob anfeuernd im Stadion oder auf dem Sofa daheim sobald es fällt, entlädt sich eine emotionale Lawine, die kaum zu bändigen ist. In der Hinrunde fielen 144 dieser Führungstore, 94 Stück und damit die Mehrheit, gingen auf das Konto der Heimmannschaften. Davon fielen 75 Tore bereits in der ersten Halbzeit, der Rest folgte im zweiten Spielabschnitt. Ingesamt 50 Mal schaffte das Auswärtsteam die Führung zu erzielen, 37 mal in der ersten Halbzeit.

Teams führen und Mannschaften in Führung bringen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ersteres ist nicht in Zahlen zu fassen, Zweitens dafür um so besser. Die meisten Führungstore der Hinrunde schoss Kevin Volland. Der Stürmer von Bayer Leverkusen schoss die Werkself daheim 3 und auswärts 2 Mal in Führung.

Michael Gregoritsch folgt auf Rang 2. Der Ex-HSV-Stürmer schoss seinen neuen Arbeitgeber jeweils 2 Mal daheim und Auswärts in Führung. Die gleiche Bilanz kann Robert Lewandowski aufweisen. Dahinter folgt der Sturmpartner von Gregoritsch. Alfred Finnbogason schoss den FC Augsburg in 3 Heimspielen in Führung. Besonderheit: 2 der 3 Tore schoss der Isländer in den ersten 5 Minuten. Das Talent vor allem daheim die Führungstore zu erzielen, besitzen offensichtlich auch Pierre-Emerick Aubameyang (BVB), Nabil Bentaleb (S04) und Mathew Leckie (Hertha). Allesamt trafen in dieser Kategorie bisher 3 Mal.

Spezialdisziplin: früher Führungstreffer

Zu den Top 5 Mannschaften der frühen Führungstore zählen an der Spitze Borussia Dortmund und die TSG Hoffenheim 1899. Beiden gelang es in den ersten 15 Minuten eines Spiels die erste  Bude zu machen. Dortmund gelang dies 4 Mal daheim und einmal auswärts. Hoffenheim ist das 3 Mal daheim und 2 Mal auswärts gelungen. Dahinter folgt der FC Bayern München mit 3 Führungstreffern daheim und einem auswärts. Umgekehrt hat die Eintracht 3 Mal auswärts das erste Tor erzielt und nur einmal daheim. Bezeichnend, da die Eintracht lediglich 8 ihrer 26 Punkte daheim sammelte.

“Der frühe Vogel kann mich mal” scheint jedoch bisweilen das Motto von RB Leipzig, dem SC Freiburg und Hertha BSC zu sein. Denn sowohl die Leipziger als auch die Freiburger gerieten in der Hinrunde bereits 5 Mal in Rückstand in den ersten 15 Minuten. Jeweils 4 Mal daheim, einmal auswärts. Bei der Hertha geschah es 2 Mal daheim und auswärts.

Die Comeback-Qualitäten der Vereine fielen unterschiedlich aus. Sechs Mal lag die Alte Dame Hertha allein auswärts zurück, vier Mal sprang noch ein Unentschieden raus. Daheim in Berlin reichte es einmal zum Punktgewinn. Leipzig drehte nach Rückstand daheim noch zwei Spiele in einen Sieg und eins in ein Unentschieden. Auswärts gewann man noch einmal und holte einen Punkt. Echte Nehmer-Qualität. Freiburg gelang es daheim, noch einen Sieg und einen Punktgewinn zu erringen. Die Auswärtsbilianz ist identisch. 

Von Standardkönigen und Umschaltprofis: Wie fallen die Tore?

read the game hat drei Episodenarten definiert: Offensive Phase, Umschaltverhalten, Standardsituation. So werden sie definiert:

– Unter einer Offensiven Phase verstehen wir einen kontrollierten Spielaufbau gegen einen geordneten Defensivverbund des Gegners.

– Ein Umschaltverhalten hingegen erfolgt gegen einen ungeordneten Defensivverbund des Gegners, beispielsweise bei Kontern oder hohen Balleroberungen während des gegnerischen Aufbauspiels. Des Weiteren erheben wir hier die Art und den Ort der Balleroberung.

– Standardsituationen stellen Eckstöße, Freistöße, Abstöße oder Einwürfe dar. Entscheidend dabei ist, dass die Konstellation der Spieler auf dem Feld durch die Standardsituation ausgelöst wurde. Ist dies nicht der Fall, kann eine Episode trotz eines Starts durch einen Einwurf als Offensive Phase deklariert werden.

Aus Liebe zum Spielfluss: Die meisten der 424 Tore in der Bundesliga Hinrunde fielen im Rahmen einer Offensiven Phase: 203 Stück. Danach folgen die Standardsituationen mit 149 Toren und zuletzt die 72 Torerfolge nach Umschaltverhalten.

Dortmund als auch die Bayern haben, wie bereits erwähnt, die meisten Tore in der Hinrunde geschossen. Während die Schwarzgelben 21 ihrer 39 Tore (54%) im Rahmen einer offensiven Phase erzielten, waren es bei den Münchnern 23 von 37 Toren (62%). Damit erzielt der Rekordmeister den Bestwert. Die Münchner sezieren also immer noch den Gegner nach einer kontrollierten Offensive” (Otto Rehhagel). A propos Werder Bremen: Die Jungs von der Weser belegen in dieser Wertung den letzten Platz, da man nur 3 Tore aus einer offensiven Phase heraus schoss. Da ist noch Potential für die Rückrunde vorhanden. Unter Otto wäre das nicht passiert.

Gänzlich anders erzielt Hertha BSC die Mehrheit seiner Tore. Nach 17 Spieltagen hat die Alte Dame aus Berlin 14 Tore aus Standardsituationen heraus erzielt vielleicht auch das Erfolgsrezept für die Rückrunde. Schalke landet knapp dahinter mit 13 Saisontoren, davon allein 6 Elfmeter. Dortmund hat 11, die Bayern 10 Tore bis dato erzielt. Schlusslicht in dieser Disziplin bilden Köln und Stuttgart mit jeweils 4 Treffern.

Bayer Leverkusen hat sich in der Hinrunde zum Experten für Tore aus dem Umschaltverhalten etabliert. Bereits 9 Treffer konnte die Werkself so erzielen. Unter dem Bayerkreuz wirkt eben alles etwas schneller, auch der Offensivdrang. Mainz 05 als Gegenbeispiel jedoch erst ein mageres Tor.

Wenn der geneigte Fan seinen Blick auf die Gegentore seines Lieblingsteams schweifen lässt, muss der ein oder andere bisweilen staunen. So haben die Kölner nicht nur aus der offensiven Phase als auch nach Standards jeweils 15 Tore kassiert. Zuordnung sieht anders aus. Direkt danach folgen jedoch die Standardkönige der Hertha. Trotz der offensive Stärke, konnte man nicht verhindern, auch selbst 12 Tore nach ruhendem Ball zu kassieren. Mainz 05 hat ebenfalls bereits 12 Standard-Tore hinnehmen müssen. Der FC Bayern München hat 6 seiner 11 Gegentore in einer offensiven Phase des Gegners kassiert. Bei Standards musste der Torwart des Rekordmeisters 4 Mal hinter sich greifen. Vielleicht eine der wenigen Chancen, den Meister in der Rückrunde zu ärgern.

Mehr Zufall als Torriecher

Seit Anbeginn der Bundesliga wird dem einen oder anderen Akteur unterstellt, mehr Glück als Verstand beim Torschuss zu haben. Bei 125 der 424 Toren der Hinrunde gab es in der Tat Zufallsmerkmale, also nicht zu kontrollierende Umstände, zu verzeichnen. Das sind knapp 1/3 aller Tore! Die Zufallsmerkmale sind: 

– Der Torschuss wurde abgefälscht.

– Der Ball prallte unmittelbar vor dem Torerfolg unkontrolliert vom Torgestänge zu den Angreifern oder ging direkt hinein.

– Der Ball ging trotz einer starken Berührung durch den Torwart ins Netz.

– Die Abwehr half unfreiwillig mit, indem sie den Ball unmittelbar vor dem Tor an die Angreifer verlor oder selbst ins Tor schob.

– Das Tor fiel durch einen Schuss aus mehr als 25 Metern unter günstigen Umständen

– etwa mit Sichtbehinderung des Torwarts, Aufsetzer oder Flatterball.

– Der Ball prallte vom Torgestänge direkt ins Tor.

Der BVB hat in der Hinrunde für allerhand Gesprächsstoff gesorgt. Fabelhafter Start, sagenhafter Absturz inklusive fliegendem Holländer und einem herbei eilenden Österreicher. Die Krone wird der zweit verrücktesten Hinrunde der Vereinsgeschichte aufgesetzt, wenn man registriert, dass 17 der 39 Tore ein Zufallsmerkmal aufweisen ergo 44 Prozent. Interessant wird es, wenn man die Erfolgsserie des BVB vom 1. bis 7. Spieltag abtrennt von der Negativ-Serie ab der Niederlage gegen Leipzig am 8. Spieltag. Denn während am Anfang nur knapp 1/3 Zufall hinein spielten, waren es bei den 16 Treffern ab dem 9. Spieltag fast 2/3 Zufall. Das hätte also auch noch ganz anders ausgehen können, wenn der Faktor Zufall nicht mitgeholfen hätte. Der VfB Stuttgart hat zwar nur 13 Tore geschossen, aber dafür hatten gleich 54 Prozent Zufallsmerkmale. Beim SC Freiburg sind es lediglich 2 von 17 Toren. Freiburg braucht keinen Zufall, sondern Nils Petersen.

Dafür hatten die Gegner der Breisgauer öfter den Zufall auf ihrer Seite. Denn 10 der 31 Gegentore weisen Zufallsmerkmale auf. Bei Bremens 20-Gegentore-Bollwerk wiesen sogar 40 Prozent Zufallsmerkmale auf. Bislang: Pech gehabt. Vielleicht werden ja Werder und der SC in der Rückrunde noch ein wenig nach oben gespült, wenn sich der Zufall ausgleicht.

Marmor, Stein und Eisen bricht, aber die BVB-Abwehr nicht. So dachte man jedenfalls nach den ersten 5 Spieltagen. Die Tordifferenz betrug damals 13:0 Tore. Danach folgten 12 Spieltage und 24 Gegentore. Von Pech und Zufällen war bei 79 Prozent davon jedoch keine Rede. Eher sind sie Indikatoren für die von Beginn an zu risikobehaftete Taktik des Ex-Trainers Peter Bosz.

Alles Märchen: Von wegen 90 Minuten Fußball

 

Denn die durchschnittliche Netto-Spielzeit  eines Bundesliga-Spiels in der aktuellen Saison beträgt 56 Minuten und 12 Sekunden. Das längste Spiel der Saison fand am 13. Spieltag zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München statt. Hier betrug die Netto-Spielzeit sogar 67 Minuten und 24 Sekunden.

Vorsicht HSV Bashing in 3… 2… 1…

Das kürzeste Spiel der Saison fand am 7. Spieltag zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen statt. Die Netto-Spielzeit betrug lediglich 44 Minuten und 30 Sekunden. Wer bereits vorher die These vertrat, dass beim HSV niemand Fußball spielen kann und bei Werder Bremen sich eher 11 Patienten auf dem Platz versammeln, die auf Krankenschein kicken, hat nun sogar die passenden Zahlen parat.

Crunchtime: Wer entscheidet das Spiel?

Der Ball fliegt hoch in den Strafraum, Naldo steigt am höchsten und wuchtet den Ball mit seinem Kopf mitten in das schmerzende Dortmunder Herz. Das sensationelle Ausgleichstor des brasilianischen Verteidigers von Schalke 04 zum 4:4 im Revier-Derby ist nur ein Beispiel für späte Torerfolge. Im gleichen Atemzug muss man natürlich auch den Siegtreffer von Eintracht Frankfurt am 7. Spieltag erwähnen. Sebastien Haller schockte mit seinem Fallrückzieher in letzter Sekunde den VfB Stuttgart und verwandelte das Frankfurter Waldstadion in ein Tollhaus. Insgesamt sind in der Hinrunde von der 76. Minute bis zum Abpfiff noch 90 Tore gefallen. Das macht 21 Prozent der Gesamttreffer aus.  Für die entscheidenden Tore kurz vor Schluss sorgte vor allem Mark Uth. Ihm gelang es, 4 Treffer in der Crunchtime zu erzielen. Dadurch konnten 3 Spiele noch gewonnen und ein Spiel in ein Unentschieden verwandelt werden. Ergo: Gehalt rein gespielt. Die Schalker wird es also freuen, dass sie neben Naldo nächste Saison ein weiteren Experten für die Crunchtime im Kader haben.

Auf dem geteilten zweiten Platz folgt zunächst der zukünftige Kapitän des literarischen Bundesliga Quartetts: Nils Petersen. Drei Treffer in der Schlussphase, die einmal zum Sieg und zweimal zum Ausgleich führten, hat er auf dem Konto vorzuweisen. Das kuriose bei Petersens Treffern ist, dass sowohl einer der Ausgleichstreffer und der Siegtreffer in einem Spiel erfolgten – in der 90. und 95. Minute. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass er im selben Spiel bereits kurz vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer markierte. Fans des 1. FC Kölns werden mit Sicherheit dieses Spiel bereits verdrängt haben. Lag der “Effzeh” nach nicht einmal 30 Minuten 3:0 in Führung und verspielte am Ende den ersten sicher geglaubten Sieg im Schneetreiben.

Den gleichen Wert weist auch Niclas Füllkrug von Hannover 96 auf. Auf Platz 3 folgt der Isländer in der Augsburger Puppenkiste: Alfred Finnbogason mit einem Sieg-, einem Ausgleichs- sowie einem Anschlusstreffer. Welche Spezialität ihn noch auszeichnet, lest ihr weiter unten.

Dass nicht jeder der 888 Torschüsse in der Crunchtime zum umjubelten Sieg- oder Ausgleichstreffer wurde, versuchten die Torhüter zu verhindern. Die größten Lebensretter in der Not waren in der Hinrunde Timo Horn vom 1. FC Köln und Jiri Pavlenka vom SV Werder Bremen . Mit 76 gehaltenen Torschüssen hielten sie am häufigsten die gegnerischen Stürmer in Schach, jedoch nicht im Alleingang auch die Punkte fest.

Denn trotz der diversen Heldentaten hängen ihre Mannschaften im Keller fest – auf Platz 16 und 18. Jiri Pavlenka kann sich und seiner Abwehr jedoch zu Gute halten, dass man mit gerade mal 20 Gegentoren die drittbeste Verteidigung der Liga hat. Wenn in der Rückrunde Max Kruse öfter auf dem Platz jubelt, als am Pokertisch, stehen die Chancen auf den Klassenerhalt denkbar gut.

Unter den aktuellen Top 6 Vereinen der Bundesliga weist Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach den höchsten Wert auf: 60 gehaltene Torschüsse. Danach folgen Roman Bürki (47), Bernd Leno (41), Ralf Fährmann (38) sowie Neuer-Vertreter Sven Ulreich (29).

 

Most Involved Player: Die Macher auf den Plätzen der Bundesliga

Man stelle sich mal vor, der Kapitän des Rekordmeisters tritt auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurück. Zu dem Zeitpunkt gilt er nach wie vor als einer der besten Rechtsverteidiger des zurückliegenden Jahrzehnts. So ein Spieler geht und niemand registriert das in der Folgesaison? Wie das möglich ist? Indem man Joshua Kimmich als Nachfolger spielen lassen kann. Er ist mit 1.326 Episodenbeteiligungen der Most Involved Player der 1. Bundesliga. Dazu zählen unter anderem 15 Torbeteiligungen sowie ein Saisontor. Kurzum, er ist im Eiltempo die prägende Figur im Spiel der Bayern auf der rechten Außenbahn geworden, die zuvor Lahm eine gefühlte Ewigkeit ausübte. 

Die Top 5 Spieler in puncto Torbeteiligungen sind nach 17 Spieltagen:

1. Robert Lewandowski (FCB): 20 Torbeteiligungen, 17 Tore

2. Pierre-Emerick Aubameyang (BVB) 18 Torbeteiligungen, 15 Tore

3. Kevin Volland (B04) 16 Torbeteiligungen, 9 Tore

4. Alfred Finnbogason (FCA) 15 Torbeteiligungen, 11 Tore

5. Joshua Kimmich (FCB) 15 Torbeteiligungen, 1 Tor

Im Rahmen der Episodenanalyse wird die Torbeteiligung in fünf verschiedene Kategorien klassifiziert: Tor, Assist, Vorassist, indirekte Beteiligung, beteiligt. Das ermöglicht es detaillierter die Qualität und die Rolle eines Spielers innerhalb seines Teams zu beschreiben. Zudem eröffnet es mehr denn je den Weg die wahre Güte und Bedeutung von Spielern verschiedener Clubs in einen Vergleich zu setzen und vor allem unterhaltsam zu thematisieren. Wer von den Spielern sein Niveau hält, wer die stärkste Rückrunde spielt und sich noch ins Gespräch für die WM bringt das werden wir ab Freitag 20:30 Uhr erfahren.