Handball EM Update

Handball EM – Zwischenbericht nach der Vorrunde

Die Stimmung bei unseren „Bad Boys“ könnte tatsächlich besser sein: ein zwar eindeutiger Sieg gegen Montenegro (32:19), daraufhin jedoch ein umstrittenes Remis gegen Slowenien (25:25) und ein weiteres dramatisches Unentschieden gegen Mazedonien (25:25). Das Handball Team musste nach dem klaren Ausgang gegen Montenegro einiges an Nervenkitzel ertragen.
Die Partie gegen Montenegro konnte mit Bravour für die deutschen Handballer entschieden werden: mit dem zweithöchsten Sieg in der Geschichte der Handball EM konnten sich Uwe Gensheimer & Co mehr als zufrieden geben und man ging gestärkt in die nächste Begegnung.

Hier traf die Handball Mannschaft auf Slowenien, die bei der vergangenen Handball WM 2017 den dritten Platz belegt hatten. Die Partie glich einem Kopf-an-Kopf Rennen, doch in den letzten Sekunden fiel das 25:24 für die Slowenen. Anschließend wurde der deutsche Handballer Paul Drux vom slowenischen Kreisläufer Blaz Blagotinsek im Mittelkreis derartig behindert, dass die Schiedsrichter mithilfe des Videobeweises mit einer roten Karte reagierten.
Der daraus resultierende Siebenmeter konnte von Tobias Reichmann erfolgreich verwandelt werden und brachte für die deutschen Handballer das Unentschieden.
Der slowenische Handballverband RZS hatte (zweimalig) Widerspruch eingelegt, da es als strittig erachtet wurde, ob das Schiedsgericht den Videobeweis nach Schlusssirene hätte heranziehen dürfen. Für die Kommission des europäischen Verbandes EHF war das Verhalten des Schiedsgerichts jedoch regelkonform und der Widerspruch wurde entsprechend abgewiesen. Das Ergebnis wurde – zum Glück der deutschen Handballer – für endgültig erklärt.

Das enge Spiel gegen Mazedonien wird nicht zuletzt in der nachhallenden Unruhe um das Ergebnis gegen Slowenien als auch die überraschende Personalentscheidung, Abwehrchef Finn Lemke nachträglich in’s Boot zu holen, begründet sein. Erneut musste sich das Handball Team mit einem Remis begnügen.

Handball Bundestrainer Christian Prokop ist nach den drei Vorrundenspielen der Überzeugung, dass dennoch „nach wie vor alles drin“ ist.  Die Statistik gibt Prokop Recht: Bei der Handball WM 2007 wurde das Handball Team Weltmeister, obwohl man mit sogar null Punkten in die Hauptrunde einzog. Ähnlich beim EM-Titel vor zwei Jahren: auch hier setzten sich unsere Handballer nur sehr knapp in der Vorrunde durch. Die Vergangenheit beweist also, dass das DHB-Team zeitweise unter „Anlaufschwierigkeiten“ litt. Offenbar müssen unsere „Bad Boys“ Handballer erst noch richtig in Fahrt kommen.

Am Freitag trifft die Prokop-Sieben auf Tschechien (18:15 Uhr), eine zwar starke Mannschaft, die allerdings in der Vergangenheit bereits in drei von vier Fällen mit einer Niederlage gegen Deutschland die Halle verlassen musste. Im Anschluss folgen Begegnungen mit Dänemark (21.01.18, 18:15 Uhr) und Spanien (24.01.18, 20:30 Uhr).

Wir von sportwetten.de drücken für unsere Handballer die Daumen und freuen uns auf spannende Spiele!