Fette Beute oder Magerkost für Frankfurts Adler?


Eintracht Frankfurt vs. FC Bayern München

Aufbruch an die Spitze oder Landung im grauen Mittelmaß? Für die Adler aus Frankfurt (6,47) steht ein richtungsweisender Spieltag an. Siegt die Eintracht im Heimspiel gegen den FC Bayern München (1,39), ist man beim Wettlauf um Europa weiterhin mittendrin statt nur dabei. Bei einer Niederlage trennen Frankfurt und München allerdings bereits neun Zähler.

Was Euch erwartet?

Tore auf beiden Seiten (beide treffen: 1,54)! Jedoch ist es nicht abwegig, dass in der Main-Metropole erst nach der Pause die Action beginnt. Elf seiner 16 Saisontore schoss der Gastgeber im zweiten Spielabschnitt. Ob das etwas mit der österreichischen Seelenruhe des Coaches zu tun hat oder Frankfurts neuer Traumsturm immer 45 Minuten Vorlauf benötigt, um die Gegner mürbe zu machen, wird auch das Duell mit dem Rekordmeister zeigen. Der FC Bayern München steht dem in nichts nach. Auch wenn gegen den 1. FC Union Berlin der Führungstreffer bereits nach 13 Minuten fiel. Weit über 60 Prozent der FCB-Saisontore fielen bisher nach Wiederanpfiff (Under 1,5 Tore 1. HZ: 2,09).

Flankenduell in Frankfurt

Auffällig ist jedoch, wie der Fußball der Eintracht unter Hütter weiter an Kontur gewonnen hat. Frankfurt agiert wie kein zweites Team in der Bundesliga mit Flanken. Insgesamt 171 Stück wurden bereits geschlagen. Auf Platz zwei folgt in dieser Statistik übrigens der FC Bayern München (118 Stück). Es wird also auch eine Frage der Zweikampfduelle auf den Außenpositionen. Ausgerechnet Joshua Kimmich baut im zweiten Abschnitt kurz vor der Crunchtime auffällig oft ab in puncto Zweikampfquote. Gut möglich, dass genau dann eine brandgefährliche Kostic-Flanke ihren Weg in den Strafraum der Bayern findet.

Auf wen kommt es an?

Lewandowski oder nichts! Der polnische Nationalstürmer trifft dieser Tage, wie es ihm beliebt. Gegen den Aufsteiger aus Berlin schrieb der Torjäger Geschichte indem er der erste Spieler ist, der an den ersten neun Spieltagen immer mindestens einen Treffer erzielte. Derweil humpelt Frankfurts neuer Traumsturm dieser Tage. Gegen Gladbach machte sich das deutlich bemerkbar. Statt Dost, Silva und Paciencia stand nur letzterer auf dem Platz. Der Portugiese traf, aber die Torgefahr der anderen wurde schmerzhaft vermisst. Warum? Zwölf der 16 Saisontore erzielte das neue Torjäger-Trio.

Ausblick

Es ist ein Duell zu erwarten, in dem beide Mannschaften auf Sieg spielen werden. Aufgrund der diversen Verletzungsprobleme in der Bayern-Defensive könnte es für Frankfurt ein denkbar günstiger Moment für ein Kräftemessen mit den Bayern sein. Dennoch: Bekommt Frankfurt Lewandowski nicht gezügelt, ist ein Sieg Utopie.