Die Glückstabelle der Bundesliga – Teil 4

Wer hat das meiste Glück in der Bundesliga?

Fast so lange wie es die Bundesliga gibt, existiert der Mythos vom Bayern Dusel. Diese geheime Kraft, die die Spiele am Ende vermeintlich immer für den Rekordmeister ausgehen lassen. Auch anderen Vereinen wird mitunter unterstellt, mit mehr Glück als Können ins Stadion einzulaufen.

Wer hat das meiste Glück in der Bundesliga: Die Glücksbilanz von sportwetten.de und read the game 

Unsere Experten von read the game haben sich dem Thema einmal genauer gewidmet und die laufende Saison analysiert. Bei wem traf der Gegner alles, aber nie das Tor? Wer vollbrachte jedoch selbst kontinuierlich das Kunststück, den Ball vom Gegner zugestolpert zu bekommen, um es über den Umweg Latte und Hinterkopf des Torhüters klingeln zu lassen? Diese Glücksbilanz zeigt es.“

Hamburg: In der Bundesliga am Ende, aber vom Glück verfolgt

Der HSV hält wohl nicht die Klasse, aber dafür die Spitze in der Glücksbilanz: Aber auch die Verfolger aus Hoffenheim und Hannover konnten ihre Spitzenplätze behaupten. Der Gipfelsturm wurde durch die Leistung der letzten Wochen ermöglicht. Allein im Spitzenspiel der „Glückspilze“ zwischen der TSG Hoffenheim und dem HSV am 30. Spieltag kamen die Hamburger noch gut weg. Denn die Hoffenheimer ließen eine Großchance liegen und trafen dreimal den Pfosten. 

Mit neuem Trainer und dem Griff nach dem letzten Strohhalm ging der HSV eine Woche später ins Duell gegen Hertha BSC. Doch auch die rüstige alte Dame aus Berlin war für die Hanseaten eine Nummer zu groß. Trotz Führung verlor man 2:1 gegen die Hauptstadtkicker und konnte am Ende damit froh sein. Denn Hertha BSC ließ ebenfalls 3 Großchancen ungenutzt.  

Platz 1 für den HSV:
In der Liga am Ende,
in der Glücksbilanz an der Spitze.

Verletzungspech im Kader, Glück auf dem Platz

In der Bundesliga im Niemandsland angekommen, legen die Gladbacher in der Glücksbilanz weiter zu und weisen mit die stärkste Entwicklung hin. So hatte die Fohlenelf im Spiel gegen Hertha BSC am 29. Spieltag zum Ende hin das Glück gepachtet. Trotz Rückstand drehte Gladbach noch die Partie und gewann das Spiel 2:1. Die alte Dame aus Berlin half dabei tatkräftig mit. Die Hauptstädter ließen nämlich 3 Großchancen ungenutzt und trafen zudem einmal den Pfosten.

Derweil bleiben die Freiburger die Pechvögel der Bundesliga und somit auch in der Glücksbilanz Stammgast im Keller. Zwar war der Elfmeterpfiff im Spiel gegen Mainz in der Sache korrekt, jedoch passte die Szene bestens in die aktuelle Situation der Breisgauer. Dem Spiel die Kirsche setzte der derzeitig glücklose Torjäger Petersen auf mit einem Pfostentreffer in der 87. Minute.

Wie setzt sich die Glückstabelle zusammen?

Anhand definierter Spielevents wird gezählt, wie oft ein Team in den Spielen Glück hatte oder eben nicht. Die Gesamtzahl dieser Events sind die Glückspunkte. Ein Team hat beispielsweise in der Defensive einen Glückspunkt verbucht, wenn der Gegner eine Großchance nicht nutzen konnte und/oder den Pfosten traf. „Pech“ und somit einen Punkt Abzug erhält ein Team, wenn der Gegner ein Tor erzielt, bei dem der Zufall (abgefälscht, Abpraller, Aluminium, Ball vom Gegner, Distanzschuss, Torwart) mitwirkt. Genauso gibt es in der Offensive Punkte für Tore mit Zufallsfaktor und Abzüge bei Pfostentreffern. Das hat jedoch nichts mit den erzielten Punkten in der realen Bundesligatabelle zu tun. Dem Grundgefühl, dass der HSV mal wieder mehr Glück(spunkte) als alles andere hat, können wir an dieser Stelle neues Futter liefern.