Der Schlüssel zum Erfolg

Was haben die, was wir nicht haben? 8 Mannschaften stehen im Viertelfinale dieser Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und spielen den Weltmeister unter sich aus. Die anderen Teams haben die Heimreise antreten müssen. Aber welche Kriterien unterscheiden die erfolgreichen von den nicht erfolgreichen Teams? Analysiert man einen Blick in die klassischen Spieldaten, wie Ballbesitzzeit, Torschüsse, Zweikämpfe, Pässe, etc. wird man nicht fündig.

Wir haben uns jedoch noch einmal die Kaderlisten der 32 Nationen vorgenommen. Dabei haben wir zumindest einen Schlüssel des Erfolgs gefunden. Unsere Idee ist einfach. Diejenigen Teams, die die meisten Spieler in ihren Reihen haben, die in einer der Top 5 Ligen Europas (Bundesliga, La Liga, Premier League, Seria A, Ligue 1) bei einem Verein, der sich für die internationalen Wettbewerbe 2018/19 qualifiziert hat (Plätze1-7 je nach Liga), müssten auch diejenigen sein, die sich vornehmlich zunächst für das Achtelfinale qualifiziert haben, in der Folge auch das Viertelfinale hätten erreichen müssen und nun das Halbfinale bilden. Es ist mithin die Suche nach einem Spielerqualitäts-Benchmark.

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Sieger?

Bei den Teams, die sich für das Achtelfinale qualifiziert haben, spielen im Schnitt 10 Spieler in den Top Klubs der Top Ligen. Bei den Teams, die ausgeschieden sind, sind es durchschnittlich nur 3. Die Wettkampfqualität und das Trainieren mit den besten Spielern der Welt wirkt wie ein Zaubertrank. Diesen bringen viele Nationen wie Frankreich, die jetzt zu den Top-Favoriten zählen, in großer Anzahl mit zur WM ein.

Fazit nach dem Achtelfinale: 5 Teams mit mehr Spielern aus den Top-Vereinen Europas zogen ins Viertelfinale ein. Für die größte Überraschung sorgte der Gastgeber gegen Spanien. Im Viertelfinale ist das Verhältnis bisher ausgeglichen. Frankreich (22 Spieler) schlug Uruguay ( 7 Spieler), Belgien mit vermeintlich weniger Top-Spielern (15) die favorisierten Brasilianer um Superstar Neymar (17).

Dass Deutschland mit 19 Spielern zu den Top 3 der Welt gehört, lässt den Schluss zu, dass es nicht an der mangelnden Spielerqualität gelegen haben kann, sondern an anderen Prozessen und Kriterien, die der DFB nunmehr in diesen Tagen analysieren will.